Lena Marx - Austauschland USA

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Ein sehr beeindruckendes Erlebnis war für mich der Trip mit meiner Gastfamilie in 4 (von 5) Nationalparks in Utah! Solche Landschafen habe ich noch nie zuvor gesehen und es ist einfach unglaublich. Unbeschreiblich eigentlich.
Für mich sind diese Nationalparks die schönsten Plätze auf der Welt. Einer der Parks heißt "Canyonlands" - dort haben wir 4 Tage in der Wildnis unter Felsen gezeltet. Nur mit einem Jeep konnten wir überhaupt in das Innern des Parks gelangen (so was nennt sich "Offroad Driving") - über Sand, Steine, Felsen und ausgetrocknete Flussbetten. Der reinste Wahnsinn, und wahrscheinlich der aufregendste und beeindruckendste Urlaub meines Lebens!


Auch der Kurztrip nach Kalifornien, den wir sozusagen als Abschieds-Urlaub alle zusammen gemacht haben, war klasse. Ich habe endlich die Hollywood-Buchstaben sehen dürfen, denn davon habe ich schon immer geträumt. Wir waren hauptsächlich in San Diego (das ist im Süden Kaliforniens, fast an der Grenze zu Mexico), und 1 Tag in Los Angeles (Disneyland natürlich mit einbegriffen). Ich hatte eine tolle Zeit und habe es echt genossen.

Dann sind da natürlich noch die sog. DANCES in der Schule! Da ich solche Bälle/Tänze von Deutschland her ja gar nicht gewöhnt bin, hat mich das doch recht umgehauen. Ich hatte eine menge Spaß und mehrere super gute Abende: Homecoming und Winter Formal. Besonders gefallen hat mir der letztere. Die Jungs unserer Gruppe (14 Leute waren wir) hatten sogar eine riesen Limousine für uns gemietet!

tl_files/advised/berichte/marx/4Bryce.jpgStattgefunden hat der Ball in dem State Capitol von Utah, in Salt Lake City. Wow. Natürlich muss man sich für so einen Abend auch ein schönes, neues Kleid zulegen. Vorher geht man dann noch schick essen, dann werden von professionellen Fotographen Bilder gemacht damit man den Abend in Erinnerung behält und schließlich wird getanzt. Einfach toll, und nicht zu vergleichen mit den deutschen Schulveranstaltungen. Besonders schön ist es, dass gewöhnlich der Junge für sich und sein ‚Date' bezahlt. Tja, so geht das in Amerika :-)

Auch Halloween war nicht schlecht. Eigentlich sind wir ja mit 17 Jahren zu alt für so was, aber wir sind dennoch zu viert "Trick-or-Treating" gegangen. Das bedeutet eigentlich nichts anderes, als sich zu verkleiden, dann den ganzen Abend von Haus zu Haus zu laufen, "Trick-or-Treat" zu rufen und Süßigkeiten zu fordern. Ich wollte diese Erfahrung unbedingt machen, weil ich das hier in Deutschland noch nie gemacht hatte. Also habe ich noch 3 andere Leute aus der Schule überredet, mit mir mit zu kommen.

Aufführungen mit meinem Chor dorrt, Footballspiele, Kino, Kirche, und andere Dinge gestalteten meine Freizeit ebenfalls, und eigentlich wurde es nie langweilig.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Zeit die ich in den USA verbringen durfte einfach super war!! Vieles ist so anders und ungewohnt, und gerade das macht Spaß. Man lernt neue Leute kennen, geht mal auf eine völlig andere Schule als sonst, lebt mit anfangs noch recht fremden Leuten zusammen und spricht obendrein auch noch den ganzen Tag Englisch.

tl_files/advised/berichte/marx/2Meandafriend.jpgUnd doch gewöhnt man sich irgendwann ein :-) Am Anfang kommt es einem so vor, als würde die Zeit irgendwie gar nicht richtig vergehen. Alles ist neu und aufregend, aber trotzdem denkt man des öfteren daran, wie schön es doch auch wieder wäre zu Hause zu sein. Doch ehe man sich versieht, ist die Zeit schon um und man befindet sich erneut am Flughafen - dieses mal aber um Abschied zu nehmen. Und so richtig glauben kann man es gar nicht, schließlich ist man doch gerade erst angekommen, oder?

Ja, ich kann den Auslandsaufenthalt auf jeden Fall an jeden weiterempfehlen! Es ist gar nicht so schwer: alles was man als Grundvoraussetzung braucht, ist Mut. Es hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt diesen Schüleraustausch zu machen!! Ich bin so froh, dass ich mich getraut habe diesen Schritt zu gehen. Zwar musste ich Freunde und Familie hier in Deutschland für eine lange Zeit zurücklassen, doch ich bekam so viel dafür! Man wird irgendwie unabhängiger und noch selbstbewusster. Und jetzt wo ich einmal diesen Schritt getan habe, weiß ich: es ist gar nicht so schlimm mal für längere Zeit wo anders zu leben, "alleine".

Wenn ich zurück komme, wird alles so sein wie vorher und ich verpasse kaum was. Ich werde bestimmt wieder in Ausland gehen. Ich rate jedem der darüber nachdenkt, sich auf jeden Fall FÜR den Aufenthalt im Ausland zu entscheiden! Vor allem: macht euch nicht darüber verrückt, was wohl eventuell sein könnte, wenn ihr zurück nach Hause kommt. Es wird euch vielleicht so gehen wie mir: man hat das Gefühl eigentlich nie weggewesen zu sein. Das zeigt doch, wie wenig sich wirklich verändert hat und es gar nichts ausmacht zu Hause mal für einige Zeit "Pause" zu machen, bevor es wie gehabt weitergeht. Eigentlich ist es doch mal ganz schön aus dem wohl bekannten Alltagstrott rauszukommen und ein wenig frische Luft zu schnappen. Neue Erfahrungen zu machen. Menschen aus einer anderen Kultur kennen zu lernen. Freundschaften für's Leben zu schließen. Man muss sich nur trauen, sonst nichts.