High School Australien (Melbourne)

Als ich mich in Frankfurt von meinen Eltern und meinem Bruder trennte, um durch den Zoll zu gehen, war mir ganz schön mulmig zumute. Was würde mich erwarten am anderen Ende der Welt? Wie wären wohl meine Gasteltern? Nach 26 Stunden Flugzeit und einem Umstieg in Abu Dhabi holte mich Mrs. Roshiah in Melbourne ab, meine tutoring person für die nächsten sechs Monate. Sie brachte mich zu den Ngyuens, einer vietnamesisch-australischen Familie. Sie begrüßten mich mit einem asiatischen Festessen und zeigten mir ihr großes Haus. Ihr beiden Töchter Lisa (4)und Anna (7)zogen mich dabei an den Händen. Ich fühlte mich sofort zu Hause, obwohl alles so fremd war. Restlos begeistert und erleichtert war ich, als ich erfuhr, dass ich einen gleichaltrigen Gastbruder hatte. Nam lebte bereits seit 1 Jahr bei den Ngyuens und kannte sich in meiner Schule aus. Er war es auch, der mir alles Wissenswerte in der neuen Schule zeigte. Diese war viel kleiner als meine Schule in Köln, außerdem gab es Fächer, die bei uns nicht unterrichtet wurden, wie z. B. Buisiness Management oder Timber (Holzarbeiten). Besonders gefiel mir, dass das Noble Park Secondary College ein Riesensportangebot hatte und die Schüler so es ging in Sachen Sport unterstützte und förderte.


Ich hatte sofort viele Freunde, weil sich fast alle für mich und meinen Aufenthalt interessierten. Mit meinen besten Kumpels spielte ich Rugby in der Schulmannschaft, zockte Fifa, wir haben oft BBQ gemacht, sind an den Strand gefahren, haben gefischt und sind Motocross gefahren.
Weil das Schulprogramm in Australien im November endet, hätte ich eigentlich dann nach Hause fahren müssen. Aber das wollte ich nicht. Ich hatte mich ja gerade erst richtig eingelebt. also vereinbarte ich mit meinen eltern, dass ich ab Mitte November nach Cairns gehen würde ans Sun Pacific College. Das ist eine Sprachschule am Great barrier reef, ind er viele international students aus aller Welt Sprachkurse belegen, um dann in Australien zu studieren. Meine Zeit hier, war großartig. Die Familie Mifsud, die mich aufnahm, war der Hammer. Sie kümmerten sich um mich als wäre ich ihr eigenes Kind. Ich bin sehr viel Downhill gefahren, habe Paintball gespielt, war Bungee Jumpen und sehr viel am Strand. Meine "Mutter" hat mich überall hingefahren und war die beste Köchin ever. Ich habe zu allen Menschen, die ich in Melbourne oder Cairns kennengelernt habe einen engen Kontakt, dank Facebook und Skype.

Ich kann einen Aufenthalt, wie ich ihn gemacht habe, nur wärmstens empfehlen. Ich habe Land und Leute kennengelernt, vor allem habe ich schätzen gelernt, dass Australien so multikulturell ist. niemand wird nach seiner Herkunft beurteilt, alle werden gleich behandelt. Das hat mir sehr gut gefallen
Ich kann jetzt fließend englisch sprechen und komme in der Schule sehr gut zurecht. Ich würde das jederzeit wieder tun und will nach der Schule auf jeden Fall wieder nach Australien, vielleicht auch noch nach Neuseeland.
Advised Studies hat mir bei allem sehr geholfen. Die Suche nach einer Anschlussschule ab November war nur durch ihre Hilfe erfolgreich. Meine Eltern haben mir erzählt, dass sie immer mit jemandem sprechen und mit Hilfe rechnen konnten.