High School Australien (Gold Coast, Queensland)

Direkt an von meiner Ankunft in Australien waren alle Eindrücke einfach nur positiv. Die Gegend in der ich lebt, allerdings auch die anderen Orte die ich besucht habe, waren wunderschön und kamen mir sehr sauber und gepflegt vor. Mit meiner Gastfamilie hatte ich riesiges Glück, ich wurde direkt herzlich aufgenommen. Vor allem mit meiner Gastmutter kam ich sehr gut zurecht. Auch mal mitzuerleben wie es ist kleine Schwestern zu haben (Zwillinge, 8 Jahre) fand ich einfach klasse und habe auch öfter mal etwas mit ihnen unternommen wie z.B. zum Strand, Eis essen, Kino oder einfach zu Hause abhängen und in den Pool zu gehen oder basteln. Riesiges Glück hatte ich auch, dass ich eine Gastschwester aus Brasilien hatte die in meinem alter war. Mit ihr kam ich über die ganze Zeit hin sehr gut aus und ich weiß nicht nur mit ihr ist meine Familie um eine Person gewachsen, nein, meine ganze Gastfamilie ist immer herzlich willkommen und ich bin mir sicher, dass ohne sie meine Zeit auch nur halb so schön gewesen wäre.

Unser Haus lag sehr nah an der Schule und den Weg konnte ich immer mit meiner Gastschwester und meiner Nachbarin (aus der Schweiz) gehen. Meine Nachbarin (Lea) ist dort so ziemlich meine beste Freundin geworden und ich freue mich schon riesig sie wieder zu sehen. Natürlich habe ich damit gerechnet gute Freunde zu finden, aber mit ihr wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Wo die eine war, war die andere nicht weit.
Meine Schule hat mir ziemlich gut gefallen, der Unterricht hat mir Spaß gemacht und vor allem das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer hat mir besser gefallen, da es wie auf einer freundschaftlichen Basis war. Enttäuscht hat mich allerdings, dass ich an der Schule kein Triathlon machen konnte, da dies der Grund war wieso ich mir die Schule aussuchte.
Auch meine Koordinatorin hat mich nicht wirklich zu frieden gestellt, da sie uns von Anfang an viel zu viel versprochen hat wovon sie jedoch nichts gehalten hat. Es kam halt immer so rüber als würde sie sich gar nicht wirklich um uns kümmern wollen.

Ansonsten hat mir das Schulsystem und der Tagesablauf sehr gut gefallen.
Da ich auch wenig international Students auf meiner Schule hatte habe ich schnell Anschluss zu vielen australischen Freunden gefunden.
In meiner Freizeit habe ich mich dann mit meinen Freunden getroffen, ging shoppen oder zum Strand oder hab auch mal was mit meiner Gastfamilie unternommen.
Alles in allem war das wohl wirklich “die beste Zeit meines Lebens” wie so ziemlich alle Austauschschüler sagen würden und ich muss sagen ich würde es jedes mal wieder machen wenn ich die Chance dazu hätte. Vor allem, dass ich mich für Australien entschieden habe werde ich nie bereuen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass sobald ich meine Schule hier abgeschlossen habe “Down Under” um einen Studenten reicher ist.


Einen Auslandsaufenthalt kann ich jedem nur weiterempfehlen, denn man bildet sich nicht nur im Sinne von Sprache und Wissen weiter, auch man selbst lernt viel mehr dazu. Man wird selbstbewusster, selbstständiger, lernt sich selbst noch viel besser kennen. Natürlich verändert man sich auch dadurch, dass man sich an die Kultur etwas anpasst in den meisten Fällen, aber das macht die ganze Sache ja nur noch spannender. Man findet Freunde fürs Leben, die Welt kommt einem viel kleiner vor sobald man erstmal anfängt zu reisen und auch wenn die Zeit schneller umgeht als einem eigentlich lieb ist lernt man sein alltägliches Leben und seine Familie zu Hause noch viel mehr zu schätzen. Ich denke ich spreche nicht nur für mich selbst wenn ich sage dass man so gut wie nur positive Erfahrungen aus einem Auslandsaufenthalt ziehen kann, denn auch wenn mal schwerere Zeiten auf einen zukommen dort gilt immer noch: “Was uns nicht umbringt, macht uns nur stärker.”