High School Frankreich (Paris)

Endlich war er da, der langersehnte Abfahrtstag. Ich freute mich schon lange darauf, einige Monate in Frankreich zu leben. Nur Menschen um mich zu haben, die die wundervolle französische Sprache sprechen. 
Ich war froh als ich endlich im Zug saß, alle Vorbereitungen waren abgeschlossen, ich hatte mich von allen verabschiedet und endlich ging es los in die Nähe von Paris!
Als ich aufgeregt im Zug saß, wurde mir nochmals bewusst, dass ich nun meine Familie und Freunde für drei Monate nicht mehr sehen werde.. 
Aber ich konnte es kaum erwarten endlich in Frankreich zu sein und meine Gastfamilie zu sehen und so wurden die Gedanken, des Zweifels und der Angst meine Freunde und Familie zu vermissen, schnell verdrängt. 
Meine Gastfamilie und insbesondere meine Gastschwester, erschienen mir sehr sympathisch und so wollte ich endlich wissen wer sich hinter den Fotos verbarg.

Ich bin Ende der letzten Sommerferienwoche in Frankreich angekommen und hatte so einige Tage Zeit mich an mein neues Leben zu gewöhnen, bevor die Schule beginnen würde. Als ich dann endlich meinen ersten Schultag hatte, stand ich noch alleine vor dem Schultor und war auch froh als ich meinen Namen auf der Klassenliste entdeckt und den richtigen Raum gefunden habe. Doch meine Klasse war die allerbest! Es herrschte eine richtig gute Gemeinschaft und jeder fühlte sich super wohl und aufgehoben. 

In meiner Familie zuhause bin ich die Älteste und in meiner Gastfamilie war ich von dem Alter her genau in der Mitte, außerdem hat meine Gastfamilie einige Tiere, welche wir zuhause nicht haben und so habe ich die Erfahrung gemacht, wie es ist in einer Familie nicht die Älteste unter den Kindern zu sein und mit Tieren. 

Anfangs fand ich es noch gewöhnungsbedürftig den Schülerausweis vorzuzeigen um in die Schule zu gehen und auch an die vielen Küsschen musste ich mich erst gewöhnen. Doch schon nach einiger Zeit kam mir der Gedanke von Schulen, die kein Schultor haben und wo man nicht den Schülerausweis vorzeigen muss, komisch vor. Ich konnte mir auch gar nicht vorstellen, dass in Deutschland die Unterrichtsstunden ohne Abprüfen des Lehrers, ob alle Schüler da sind, stattfinden. 
Genauso kam mir der Gedanke eines Abendessens ohne Baguette oder das Begrüßen ohne „Bisous“ ziemlich absurd und nur schwer vorstellbar vor.
 
Ich kann es nur jedem empfehlen für einige Monate ins Ausland zu gehen. Es ist eine richtig gute Erfahrung, die das weitere Leben bereichert und einem niemand mehr nehmen kann. Man lernt eine Sprache und die Kultur eines Landes kennen. Frankreich ist für mich jetzt wie eine zweite Heimat geworden.
Außerdem habe ich in Frankreich u.a. gelernt, was es heißt über den Tellerrand zu schauen, mein Blickwinkel hat sich verändert und meine Persönlickeit hat sich gestärkt.