High School Kanada (Québec)

Mein Abenteuer ‚Ein-Jahr-Canada‘ ist voller aufregender Momente und
unbezahlbarer Erfahrungen, voll interessanter Menschen, neuer Orte und
einzigartiger Kulturen. Nicht nur fremdsprachlich habe ich mich entwickelt, sondern auch persönlich durch die kleinen und großen Herausforderungen des Alltages.

Aber fange ich doch mal von vorne an:
Letzten Sommer bin ich für ursprünglich geplante 5 Monate nach Kanada gegangen,
um genauer zu sein nach Quebec, den französisch-sprachigen Teil Kanadas. Dort
ging ich auf eine englisch-sprachige Schule und lebte in einer französischsprachigen Gastfamilie.
Die ‚Laurier Senior High-School‘ hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, auch wenn es dort total anders ablief als in meiner deutschen Schule. Neben Dingen wie Dress Code, Cafeteria und Schließfächern war der größte Unterschied wohl das Lehrer-Schüler-Verhältnis, welches enger, persönlicher und entspannter war als in
Deutschland, aber zugleich respektvoll.

Auch meine Mitschüler waren alle sehr nett und ich fand schnell Freunde, die mein
Jahr unvergesslich gemacht haben. Neugierig wurden mir in meinen ersten Wochen
die verschiedensten Fragen gestellt und nicht selten wurde ich als Wörterbuch für
deutsche Begriffe benutzt gebraucht.

Schon nach 2 Monaten wollte ich meinen Aufenthalt wegen all dieser Dinge
verlängern und glücklicherweise gaben sowohl meine Eltern als auch meine Schule
in Deutschland mir grünes Licht, wofür ich unendlich dankbar war und bin!

Eine meiner schönsten Erfahrungen war die Fashion Show, das Volleyball und das
Rugby Team meiner Schule. In der Fashion Show haben um die 50 Mitschüler und
ich in 2 tollen Monaten Choreografien geplant und geübt und Outfits ausgesucht
und sowohl mit dem Volleyball als auch mit dem Rugby Team habe ich eine
hervorragende Saison gespielt. Ich kann nur empfehlen in so vielen
Schulveranstaltungen mitzuwirken und so vielen Sport Teams beizutreten wie
möglich. Es ist eine einfache Möglichkeit Leute kennenzulernen und Freundschaften
zu knüpfen.

Meine Gastfamilie musste ich unglücklicherweise nach 5 Monaten wechseln, da ich
mich dort nicht wohl fühlte. Es war wahrscheinlich der unangenehmste Teil meines
Austausches, doch durch die Unterstützung meiner Freunde ging auch das vorbei. In
meiner zweiten Gastfamilie ging es mir gleich viel besser.

Der größte Unterschied zu Deutschland war für mich die „Multi-Kulti-Bevölkerung“ in der Region Montreal, vor meinem Austauschjahr war mir dies nicht bewusst. Man trifft nur selten auf Leute kanadischen Ursprungs, die meisten sind Immigranten aus den verschiedensten Ländern. Somit bekommt man einen Einblick in viele Unterschiedliche Kulturen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. 

In den 10 Monaten bin ich auch viel zusammen mit Freunden gereist. Die Niagara Fälle, Toronto und Quebec City habe ich mit anderen Austauschschülern aus Brazilien und Deutschland besichtigt. New York, New Jersey und Montremblant haben mir netterweise eine kanadische Freundin und ihre Eltern gezeigt. An Wochenenden habe ich natürlich auch Montreal entdeckt. Jeder Ort für sich besonders und wirklich sehenswert!
 
Ich kann einen Auslandsaufenthalt nur empfehlen! Auch wenn das
schwerwiegendste Motiv die Verbesserung der Sprache/n ist zählen am Ende
hauptsächlich die Erfahrungen, die man macht, die Freundschaften, die man
schließt, die Orte, die man besichtigt und die Kulturen, die man kennenlernt. Ein
Auslandsaufenthalt ist ein unbezahlbares Abenteuer, das dich viele Dinge lehrt. Man sieht die Welt aus der Perspektive eines anderen Landes und man erfährt, wie dieses Land das eigene Land sieht. Jeder einzelne Austauschschüler macht seine eigenen Erfahrungen und hat am Ende seine eigenen, einzigartigen Erinnerungen.