High School Neuseeland (Pakuranga)

Sechs Monate sind eine lange Zeit, dachte ich mir am Anfang. Aber jetzt weiß ich, es war ein Minimum und hätte gern auch noch länger sein dürfen.
Nach einer 29-stündigen Reise kamen meine Freundin und ich endlich am Flughafen in Auckland an. Die Vorfreude war riesig. Was wir nicht wussten war, dass noch ein sehr langer Weg vor uns liegen würde, bevor ich endlich meine Gastfamilie in die Arme schließen konnte. Grund dafür war, dass der Zoll noch mal extra meine Fußballschuhe kontrollieren musste und ich mich deswegen in einer anderen Reihe anstellen musste. Aber nach 4 ½ Std. war es dann endlich soweit und meine Gastfamilie und ich sahen uns zum ersten Mal live. Wir umarmten uns und unser Weg ging dann in Richtung Pakuranga (im Osten von Auckland). Die ersten Tage mit meiner Gastfamilie waren recht entspannt. Sie haben mir die Gegend gezeigt und natürlich die Schule, an der ich dann nach zwei Wochen meinen ersten offiziellen Schultag hatte. Die Gegend, in der ich gelebt habe ist sehr zentral gelegen. Nach nur zehn Minuten Busfahrt kam man schon zu den großen Einkaufsmöglichkeiten und in 5 Minuten mit dem Bus zur Schule. Nach Auckland war es ca. 1 Stunde mit dem Bus und 30 Minuten mit der Fähre. In der Schule angekommen habe ich erst einmal meine Uniform gekauft und meine Fächer ausgewählt. Die Uniform bestand aus einem dunkelblauen Rock, einer weißen Bluse und dazu ein dunkel-grüner Jumper. Natürlich hab ich mir als erstes gedacht, wie man nur damit herumlaufen könnte. Aber letztendlich ist es ja so, dass alle diese Schuluniform tragen müssen und Vorteile hat es auch, da du weißt was du jeden Tag anziehst. Ich musste außerdem nur fünf Fächer wählen, die dann jeden Tag unterrichtet wurden. Es gibt auch Fächer wie Tanzen, Design und Kochen.

Die ersten Schultage waren dann sehr aufregend und ich lernte so viele neue Leute kennen. Jeder möchte deine Kultur kennenlernen. Ich habe mich schnell während der ersten Tage in einem Sportteam angemeldet: Touch Rugby. Ich hatte es noch nie vorher gespielt, aber alle in meinem Team waren sehr offen und nett. Sie haben mir überall geholfen. Ein Highlight im zweiten Term war außerdem das Fußballteam. Ich kann nur sagen, dass es die beste Möglichkeit ist, neue Leute kennenzulernen. Mit der Zeit habe ich auch meine besten Freunde getroffen. Wir haben alles zusammen gemacht. Ich habe mich richtig wohl und gut aufgenommen gefühlt und kann sagen, ich werde auf jeden Fall mit ihnen Kontakt halten.
Mit meiner Gastfamilie war ich super zufrieden, sie halfen mir, wenn ich Probleme hatte und ich konnte mit ihnen über alles reden. Sie haben mich richtig in ihre Familie aufgenommen und wir haben viel gemeinsam unternommen. Wir waren zum Beispiel im Thermaldorf Rotorua und in Tauranga. Außerdem hab ich mit ihnen ein Rugby Spiel besucht, das ich mir dies besonders gewünscht habe.
Die Zeit verging wie im Flug und der Abschied war plötzlich ganz nah. Ich musste alle meine liebgewonnenen Menschen verabschieden, was ganz schön schwer war, da du ja nicht weißt wann und ob du sie noch mal wiedersehen wirst. Ich habe aber zu allen gesagt „It’s not a goodbye, it’s a see you soon!“
Ich empfehle jedem der die Möglichkeit hat, so einen Auslandsaufenthalt zu machen, da du einfach so viel Neues lernst. Neben dem Englisch, lernt man noch ganz viele andere Kulturen kennen und außerdem triffst du dort deine Freunde fürs Leben. Außerdem bekommt man noch mal einen richtigen Schub an Selbstbewusstsein, da du im Ausland ja alles alleine managen musst und es letztendlich auch hinbekommst.