High School Neuseeland

"Warum hast du dich eigentlich gerade für Neuseeland entschieden?" 

Das war die Frage, die mir von vielen Neuseeländern und Neuseeländerinnen als eine der ersten Fragen gestellt wurde. Für diese war es nämlich kaum zu glauben, was an einem Land wie ihrem so besonders sei. Von allen Seiten mit Wasser umgeben, wäre man abgeschnitten vom Rest der Welt, was sich darin zeige, dass viele Menschen gar nicht wüssten, wo Neuseeland überhaupt läge. Zudem hätte Neuseeland mehr als 10-mal so viele Schafe wie Einwohner.

Ja, warum Neuseeland? Vielleicht gerade weil es so weit entfernt ist. Oder, wie mir eigentlich sofort klar wurde, als ich nach ca. 24 Stunden Flugzeit am Flughafen von Christchurch ankam: Weil es einfach wunderschön ist- trotz des strömenden Regens zu diesem Zeitpunkt. 

Das Wetter in Neuseeland spielte immer verrückt und es war nichts Besonderes an einem Tag alle vier Jahreszeiten zu durchlaufen. Doch gleichzeitig spiegelte das Wetter auch die unglaubliche Vielfältigkeit und Wechselhaftigkeit Neuseelands dar. Es gab die verschiedensten und gegensätzlichsten Dinge zu entdecken und das machte meine Zeit in Neuseeland zu einem halben Jahr voller Abenteuer:

Der dreitätige Schneehöhlen-Trip mit meiner Outdoor-Education Klasse, jeden Dienstag nach der Schule in den Castle-Rocks klettern gehen, einen ganzen Tag mit einer Gruppe von 4 Leuten in Canterbury ausgesetzt sein und nur mit einem Kompass und einer Karte ausgestattet den Weg zurück finden, in den International-weeks Christchurch entdecken, während eines siebentägigen Südinsel-Trips zu den goldenen Stränden von Nelson reisen, auf Mt. Hutt Skifahren gehen und zusammen mit einer besten Freundinnen durch die Nordinsel touren, Bungee-jumpen und Speed-boating machen, Rugby und Netball spielen, durch den neuseeländischen Regenwald wandern, die Sprache der Maoris lernen und ihre Kultur miterleben, mit Delfinen schwimmen, eine Uniform tragen und noch so vieles mehr.

Doch vor allen Dingen lernte ich Menschen aus allen Teilen der Welt kennen, fand unglaublich gute Freunde und ein zu Hause bei meiner Gastfamilie.