High School USA (Texas)

Mein Name ist Leon und ich war für 4 Monate in Austin, Texas. Ich kann nur sagen, dass dieser Austausch mein Leben verändert hat. Ich habe nicht nur viele neue Freunde gefunden sondern auch sehr wertvolle Erfahrungen gesammelt und meine Englisch Kenntnisse extrem erweitert. Außerdem wurde ich dadurch viel selbstbewusster und unabhängiger. In Austin war ich in der McNeil High School und wurde bei einer sehr netten Familie untergebracht. Was mir besonders gefallen hat war, dass die Leute dort sehr freundlich waren und sich wirklich um einen gekümmert haben. Alles fing damit an, dass ich meinen Anschlussflug verpasst habe und eine Nacht alleine in New York in einem Hotel war, was jedoch eine tolle Erfahrung war.  Ich bin dann erst am Sonntag angekommen und hatte direkt am Tag danach meinen ersten Schultag. Meine Müdigkeit war an diesem Tag Nebensache und meine Mitschüler waren total aufgeregt, dass ein deutscher Austauschschüler in ihrer Stufe ist. Im Gegensatz zu Deutschland freundete ich mich sehr schnell mit anderen an, obwohl ich zu Anfang sehr schüchtern war. Man könnte Amerikaner als Avocado bezeichnen, von außen sind sie weich und man freundet sich schnell mit ihnen an, doch es ist sehr schwierig in ihren privaten inneren Kern zu kommen. Deutsche hingegen sind wie Kokosnüsse. Es ist hart durch die Schale zu kommen aber wenn man durch ist, ist alles weich und man freundet sich an.

Leider war meine Schule nur mittelmäßig, da man in den Pausen nicht raus konnte und jeden Tag von 8 bis 16 dort war. Die Fächer waren einfach, jedoch konnte man auch Leistungskurse wählen. Mir haben die verschieden Fächer gefallen. Es gab auch Fächer wie Fotografie, Animation und Programmieren, die mich alle sehr ansprechen. Was ich außerdem gut fand war, dass dort kaum gestohlen wurde. Man konnte seine Sachen überall liegen lassen, was unvorstellbar in Deutschland wäre. Dies ist aber denke ich mal von Region zu Region anders. Ich muss zugeben, dass mir die Wochenenden mit Ausflügen am meisten Spaß gemacht haben. Ich bin an sehr viele Orte in Texas gereist und habe viele Fotos geschossen. Leider kann man kaum irgendwo mit dem Fahrrad hinfahren oder hin laufen. Da Sprit und Autos dort im Vergleich zu Deutschland so günstig sind und alles etwas größer, ist man dazu gezwungen immer von den Gasteltern gebracht zu werden. Die meiste Zeit nach der Schule saß ich nur in meinem Zimmer am PC oder bin zu dem nahe gelegendem Teich gegangen um Fotos zu machen. Daher ist es wichtig etwas gegen die Langeweile mitzunehmen oder neue Beschäftigungen wie z.B Joggen zu finden. Ich habe dies getan und bin im Dezember bei einem 10 km Lauf mitgelaufen. Entgegen meiner Erwartungen habe ich dort sogar einige Kilos abgenommen. In den meisten Schulen gibt es wenig bis kaum gesundes Essen, daher ist es zu empfehlen sich ein Brot zu schmieren und mitzunehmen. Außerdem kann es zur Lunch Zeit auch etwas voll werden. Die Lehrer sind in den USA wie Freunde und man kann ganz offen mit ihnen reden. Dies gefiel mir sehr und ich habe noch mit einigen Lehrern Kontakt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es keine zu gute Idee ist, sich bei einem Austausch einen Freund bzw Freundin zuzulegen, da der Abschied sehr schwer fällt. Man gewöhnt sich ziemlich schnell an sein Umfeld und fühlt sich schnell wie zu Hause, zumindest war es so bei mir. Daher kann es auch sein, dass zurück in Deutschland alles sehr ungewohnt scheint. Ich persöhnlich habe mich circa 2 Woche unwohl gefühlt, aber dann ging das auch schnell wieder weg. Insgesamt kann ich einen Austausch nur empfehlen, da man Sachen für das Leben lernt und es einfach eine tolle Erfahrung ist. Es ist auch sehr gut dafür, einfach mal aus seinem alltäglichen Leben herauszukommen. Leider rast die Zeit an einem vorbei besonders wenn man Spaß hat, aber es lohnt sich trotzdem und man wird es nie bereuen, es gemacht zu haben.