Praktikum USA (Sprachkurs New York City)

Ich besuchte die Rennert Language School in New York City, wo ich an einem Englischkurs teilnahm. Ich wohnte in dieser Zeit bei einer Gastfamilie im Stadtteil Queens. Ich hatte 20 Stunden Englischunterricht in der Woche, jeweils morgens von 9 Uhr bis 13 Uhr. Am ersten Tag wurde ein kurzer Englischtest durchgeführt, welcher das Sprachlevel bestimmt und einen dementsprechend einer Klasse mit Schülern des selben Levels zuweist. Die Klassen bei Rennert sind sehr klein (höchstens zehn Schüler), was zu einer familiären Atmosphäre im Unterricht beiträgt. Auch waren die Lehrer sehr nett und sind auf einzelne Schüler eingegangen. Der Schwerpunkt des Unterrichts lag in der Konversation. Zwar wurden auch gelegentlich Grammatikübungen gemacht, jedoch wurde es nie langweilig. Durch viele Gruppenarbeiten und Spiele lernte man auch sehr schnell neue Leute kennen. Dies war sehr interessant, da die Klassen sehr gemischt in Bezug auf Nationalität, Alter und Beruf waren. Ich habe während des Sprachkurses viele Leute aus anderen Ländern kennengelernt und auch einige Freundschaften geschlossen. Nach dem Unterricht ist der Großteil der Klasse dann zusammen in New York unterwegs gewesen. Da es in New York sehr viel zu sehen gibt, sind wir meistens bis abends spazieren gegangen und haben die Stadt genossen. Ein tolles Erlebnis war der von Rennert organisierte Besuch einer Gospel Church in Harlem. Der Gottesdienst unterscheidet sich ganz und gar von denen, die wir hier in Deutschland kennen. Er ist sehr fröhlich gestaltet- die ganze Zeit wird gesungen und getanzt und auch das Publikum macht mit. Von Rennert werden auch viele andere Aktivitäten angeboten, wie zum Beispiel der Besuch eines Baseballspiels der New York Yankees oder eine kostenlose Führung durch den historischen Stadtteil Brooklyn Heights. 

Durch dieses reiche Angebot an Aktivitäten war ich selten zu Hause bei meiner Gastfamilie. Wenn ich aber doch einmal da war, hat auch sie immer etwas mit mir unternommen. Wir waren beispielsweise in einem Musical am Broadway, welches von der ältesten Tochter der Familie produziert wurde und an einem Sonntag bin ich mit der Familie "Upstate" gefahren- so wird die ländliche Gegend im Umkreis von New York genannt. Dort habe ich mit den fünf Töchtern der Familie und deren Freunden den Tag verbracht. Es war interessant auch mal etwas ganz anderes als die große Stadt New York zu erleben. Die Familie war ingesamt sehr hilfsbereit und interessiert an mir, wodurch mir der Abschied am Ende meiner Reise auch recht schwer fiel, obwohl ich nur vier Wochen dort verbracht habe. Ich kann einen Auslandsaufenthalt an jeden weiterempfehlen. Ich habe viele positive Erfahrungen gesammelt. Zum einen habe ich viele Leute verschiedener Nationalitäten kennengelernt, mit denen ich auch weiterhin Kontakt halten möchte. Zum anderen konnte ich in der Zeit sowohl durch den Unterricht als auch durch die Gespräche mit der Gastfamilie und mit Freunden meine Englischkenntnisse verbessern. Außerdem habe ich gelernt, mich in einer völlig fremden Umgebung selbstständig zurecht zu finden.