Sprachreise - self accomodation - Australien - Victoria (6 Monate)

Schule
Das australische Schulsystem unterscheidet sich deutlich von deutschen System. In Australien gibt es keine Gesamtschule und kein Gymnasium, sondern nur eine weiterführende Schulform, in die alle Schüler gehen. Normalerweise gibt es an allen australischen Schulen Schuluniformpflicht. Ich fand das sehr gewöhnungsbedürftig, aber irgendwann war es dann normal.
Die Schulfächer und der Stundenplan sind sehr unterschiedlich und von Schule zu Schule anders. Ich hatte von Montag bis Freitag von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags Unterricht. Eine Schulstunde dauert dort eine Zeitstunde, so dass ich 4 Schulstunden am Tag hatte. Insgesamt hat man 5 Fächer von denen 3 vorgewählt sind. Nämlich Mathe, Science und Englisch. Die wählbaren Fächer sind das interessante. Es gibt Kochstunden, Forensik, Architektur, Sport, pfadfinderähnliche Stunden und vieles mehr. Sprachen werden an australischen Schulen eher seltener angeboten; wenn überhaupt japanisch oder chinesisch. Zur Schule kam ich mit dem Schulbus, ansonsten fuhr auch ein normaler Bus. In meiner Schule gab es auch was das Essen angeht Unterschiede. Es ist üblich, dass man sich für die Pausen etwas von zu Hause mitbringt oder man kauft sich etwas in der Cafeteria. Das Schulgelände darf während der Schulzeit nicht verlassen werden, so dass man sich nichts von außerhalb kaufen kann.

Familie
Meine Gastfamilie bestand aus Vater, Mutter und deren sechsjährigem Sohn. Die Mutter ist eine Bekannte meiner Mutter, was mir natürlich einen Vorteil gab, da ich die Familie schon Monate vor meinem Aufenthalt gekannt habe. Das nimmt die Unsicherheit, eine ungeeignete Familie zu bekommen. Bei meiner Familie hatte ich ein eigenes, wenn auch sehr kleines Zimmer. Manchmal ist es auch gut, wenn man die Tür hinter sich zu machen kann. Für mich war es manchmal schwierig mit einem sechsjährigen zu leben, wenn man normalerweise einen zwölfjährigen Bruder hat. Trotzdem fand ich die Vorbildfunktion gut, um mal an mir selbst zu arbeiten. Auf jeden Fall musste ich bei der Gastfamilie auch helfen, zum Beispiel Abspülen oder Babysitten. Man kann auch mal etwas Deutsches kochen. Auf jeden Fall muss man etwas Engagement zeigen, was man tun kann sollte man mit der Familie besprechen.

Ausflüge
Meine Gastfamilie hat mich auf viele Ausflüge mitgenommen. Wir waren unter anderem einmal in Sovereign Hill. Das ist eine alte Goldgräberstadt, die jetzt eine Touristenattraktion ist. Außerdem waren wir mehrfach in Melbourne, in einem Tierpark mit australischen Tieren und einige Male am Meer.

Essen
Das australische Essen unterscheidet sich nicht so sehr von deutschem Essen. Häufig gibt es asiatische Gerichte, wie gebratene Nudeln und sehr oft Hähnchen; nach einer Weile habe ich mich aber daran gewöhnt.

Rückflug
Beim Rückflug kann es auch Unterschiede geben. Der größte ist zwischen Gruppenflügen mit anderen Rückkehrern und einem Einzelflug. Ich hatte einen Einzelflug, der von Qantas betrieben wurde, aber das Ticket war von Emirates ausgestellt worden. Beide Linien haben eine Kooperation. So stand lange Zeit nicht fest, ob ich einen begleiteten Rückflug haben würde, da sich die Fluglinien gegenseitig die Verantwortung zugeschoben haben. Bei dieser Art von Flug bekommt man einen Begleiter, der einem den Weg zeigt. Dazu aber später. Wichtig ist es, den Tag des Abflugs ( je nachdem, wann der Flug geht, auch der Tag davor) mit der Gastfamilie zu verbringen. Also schon im Voraus den Koffer packen und so Stress vorbeugen. Wenn es dann Zeit ist, zum Flughafen zu fahren, macht es Sinn früh zu sein. In meinem Fall mussten wir noch einige Dokumente ausfüllen. Außerdem musste ich noch auf meinen Begleiter warten. Die Fluglinien dürfen unbegleitete unter 18-jährige nicht alleine lassen. Das heißt man wird in den Flughäfen zum Gate begleitet und während der Flüge betreut.

Empfehlungen
Wie bereits erwähnt ist es wichtig, mit der Gastfamilie zu reden und auch mal im Haushalt zu helfen. Beim Kommunizieren mit der eigenen Familie ist es wichtig, das nicht zu oft zu tun, da man sich sonst nicht einleben kann. Daher genügen 4-5 Termine in Monate eigentlich.
In der Schule ist es wichtig, sich Freunde zu suchen, um nicht alleine zu sein.
Wichtig ist es zu wissen, dass das Handy auf dem Schulgelände nur mit Erlaubnis eines Lehrers benutzt werden darf. Während der Stunden und Pausen darf es nicht benutzt werden sonst landet es im Sekretariat.